Wir versenden klimaneutral.

Beinahe alles verursacht in irgendeiner Art und Weise CO2-Emissionen - auch der Versand unserer Pakete. Das können wir leider nicht vermeiden. Trotzdem wollen wir nicht untätig bleiben und haben uns entschieden zu versuchen, die Emissionen unseres Onlinehandels wieder aus der Luft zu entfernen. Indem wir Bäume pflanzen? Das wäre eine Option. Wir haben uns allerdings für eine Andere entschieden ...

Co2 binden.

Wir alle wissen: Bäume binden CO2. Aufforstung ist also wichtig, keine Frage - vor allem nach Jahrzehnten der Rodung und Verlusten von Biodiversität. Eine bestimmte Menge CO2, wie sie von unseren Sendungen verursacht wird, mithilfe von Bäumen aus der Atmosphäre zu verbannen, ist aber nicht so einfach. Viele verschiedene Faktoren beeinflussen die Fähigkeit von Bäumen CO2 über einen langen Zeitraum zu binden. Darunter fällt zum Beispiel die Baumart, der Stickstoffgehalt der Böden, oder die langfristige Pflege und damit verbundene Rücksicht auf lokale Bevölkerungen. Auch die Temperatur spielt eine Rolle, denn Bäume wachsen mit steigender Temperatur schneller, sterben aber auch jünger und geben so das gebundene CO2 wieder frei (1). Wenn wir diese Eigenschaften der Bäume, die wir pflanzen würden, verstanden hätten, müssten wir noch sicherstellen, dass sie sich über Jahrzehnte - wenn nicht gar Jahrhunderte - nicht verändern. Keine leichte Aufgabe.

Wir haben uns also gefragt: wie können wir sicherstellen, dass eine ganz bestimmte Menge CO2 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für immer aus der Atmosphäre verschwindet? Die Lösung lag gar nicht so fern. Wir haben uns für eine Zusammenarbeit mit Climeworks entschieden.

Was ist Climeworks?

Climeworks ist ein Unternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen - auf eine neue, innovative Weise. Ihre Technologie ermöglicht es, CO2 direkt aus der Luft zu filtern, zu binden - und dabei auch noch genau zu wissen, wieviel CO2 gebunden wird.

Wie funktioniert die Technologie von Climeworks?

Die Kollektoren von Climeworks arbeiten in zwei Schritten. Zuerst wird Luft von außen zu einer sehr sensiblen Membran im Inneren geleitet, auf der CO2 festgehalten wird. Sobald die Membran voller CO2 ist, beginnt der nächste Schritt: der Kollektor wird geschlossen und innen auf 80 bis 100°C erhitzt. Dabei wird das CO2 von der Membran gelöst und von Climeworks eingefangen.

Was passiert mit dem aus der Luft gefilterten CO2?

Es gibt zwei Möglichkeiten, was mit dem gebundenen CO2 passieren kann.

  1. Es wird recycelt und als Rohstoff oder Treibstoff weitergenutzt. Climeworks ist hierfür z.B. am P2X-Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung beteiligt.
  2. Es wird permanent gelagert. Hierfür kooperiert Climeworks beispielsweise mit dem isländischen Unternehmen Carbfix, das CO2 mit Wasser mischt und unter die Erde pumpt. Dort kommt es zu einer natürlichen Mineralisierung, bei der das CO2 mit Basaltstein reagiert und innerhalb weniger Jahre versteinert.

Für das CO2 des Versands von vly-Paketen ist geplant, dass es wie in Variante 2 beschrieben in Gesteinsschichten Islands gespeichert wird. Was dann genau unter der Erde passiert, kannst du hier erfahren.

Wie Genau läuft die Kompensation ab?

Soweit, so gut. Natürlich stellst du dir jetzt die Frage, wie genau unser Versand denn nun klimaneutral wird. Das läuft in diesen drei Schritten ab:

  1. Wir berechnen, wie viel CO2 schätzungsweise durch den Versand unserer Produkte in einem Monat verursacht wurde. Eine Studie aus dem Jahr 2009 (2) ergab, dass ein Paket mit einem Einkaufsartikel ca. 200g CO2 verursacht. Da unsere Pakete relativ schwer sind, gehen wir von 500g aus. Diese Zahl multiplizieren wir mit der Anzahl der vly-Sendungen in dem Monat.
  2. Den berechneten Betrag geben wir an Climeworks weiter.
  3. Climeworks entfernt die angegebene Menge CO2 dauerhaft aus der Luft.

Unsere Zertifikate

- Dezember 2020

- Januar 2021

- Februar 2021

- März 2021