Vitamine & Mineralstoffe

  1. Mit welchen Vitaminen & Mineralstoffen haben wir vly angereichert?
  2. Warum ist die Abdeckung umfangreicher als bei bestehenden Produkten?

Calcium, Kalium, Magnesium (ungesüsst), Jod, Selen, Vitamin B2, Vitamin D und Vitamin B12 findest Du in vly. Denn wir finden:

Ein Grundnahrungsmittel wie Milch sollte die grundlegenden Nährstoffe abdecken.

Hier sind die Highlights:

Calcium, Magnesium und Kalium

35% mehr Calcium als Kuhmilch! Mit 163mg auf 100ml decken wir nach DGE bereits 20% des Tagesbedarfs ab. Jedoch gibt es genügend stimmen, die auch von einem höheren Bedarf sprechen. Außerdem findest Du Magnesium in unserer ungesüssten Variante. Magnesium ist der Gegenspieler zu Calcium und sollte daher idealerweise in einer Ratio von 1:2 eingenommen werden. Genauso haben wir es in vly Ungesüsst angereichert. Magnesium ist nicht in der vly Barista, weil es die Stabilität in saurem Kaffee verringert und somit die Milch eher ausflocken könnte [1, 2].

 

Vitamin B12, Vitamin D und Vitamin B2

Vitamin B12 und Vitamin D über die Pflanzenmilch aufzunehmen ist ideal, die Aufnahme am Besten ist, wenn es häufiger täglich in kleinen Mengen konsumiert wird [3].

Warum hat vly 100% von Vitamin B12?

Der tägliche Bedarf des Menschen an B12 beträgt laut DGE inklusive Sicherheitszuschlag 4 μg pro Tag für Erwachsene [4]. Die Lebensmittelverordnung spricht noch von den 2.5 μg, welche den Prozentwert erklären. Pro Mahlzeit kann der Körper nur etwa 2 μg Vitamin B12 aktiv im
Dünndarm über darauf ausgelegte Transportsysteme aufnehmen [5]. Somit haben wir vly so dosiert, dass bei mehrmaligem täglichen Konsum, Vitamin B12 optimal abgedeckt ist (und kein Supplement mehr benötigt wird) und bei einmaligem Konsum, Vitamin B12 eine signifikante Abdeckung hat.

Bei Vitamin B12 besteht kaum Grund zur Sorge vor Überdosierung, denn B12 hat sich als wasserlösliches Vitamin in vielen Untersuchungen als untoxisch erwiesen. Denn obwohl Vitamin B12 in großer Menge von bis zu 5.000 μg im Körper gespeichert werden kann [6], wird ein Überschuss des wasserlöslichen Vitamins einfach über den Urin ausgeschieden und ist damit ungefährlich [7]. Dennoch muss nicht unnötig hoch dosiert werden, weil zumindest bei manchen Individuen hohe B12-Dosen akneähnliche Hautunreinheiten begünstigen können [8]. Selbst bei einer täglichen Zufuhr von 3.000 μg B12 über lange Zeiträume hinweg sind keinerlei Nebenwirkungen in Untersuchungen (mit Ausnahme der gelegentlichen Hautunreinheiten bei wenigen Individuen) aufgetreten [9]. Daher wurde auch von offizieller Stelle, wie der European Food Safety Authority (EFSA) kein Tolerable Upper Intake Limit - also keine definierte Obergrenze für die langfristige tägliche Einnahme - festgelegt und die 2.5μg sind unbedenklich [10].

Warum hat vly 100% von Vitamin D2?

Vitamin D nimmt eine Sonderstellung unter den Vitaminen ein, weil es im Grunde
gar kein Vitamin, sondern ein Hormon ist [11]. Wenn Menschen sich der Sonne
aussetzen, ist ihr Körper grundsätzlich in der Lage, bei ausreichend langer und
intensiver Sonnenbestrahlung genügend Vitamin D zu bilden und sich damit quasi
selbst zu versorgen [12]. Leider ist dies in unserem Breitengrad seltenst der Fall, sodass eine Supplementation essenziell ist.

Die 5 μg in vly entsprechend 200 Internationalen Einheiten. Das ist nach DGE 25% der täglichen Empfehlung [13], wobei viele Wissenschaftler und Ernährungsexperten wie Niko Rittenau heute eher Dosierungen von 2.000 Internationale Einheiten pro Tag empfehlen. 

Der obere Grenzwert der täglichen Einnahme der European Food Safety Authority (EFSA) liegt bei 4.000 IE (=100 μg) [14]. Daher ist die Dosierung in vly (auch wenn nach Lebensmittelverordnung da 100% der Referenzwertes steht) unbedenklich und gegebenenfalls sogar trotzdem noch am unteren Ende der optimalen Supplementation.  

Jod und Selen

Die Spurenelemente Jod und Selen sind beide sehr gering in deutschen Lebensmitteln vorhanden. Dies liegt vor allen an den jod- und selenarmen Böden hier. Beispielsweise liefern Tomaten aus jodarmen Böden im Durchschnitt nur die geringe Jodmenge von etwas 1μg / 100g [15]. Ähnliches gilt für Selen und daher werden beispielsweise in Finnland die Böden mit Selen angereichert. Da das hier noch nicht der Fall ist, haben wir Jod und Selen der Milchalternative als Basisversorgung hinzugegen.  

 

 Quellen

[1] Qi Dai,1 Xiao-Ou Shu,1 Xinqing Deng et al. Modifying effect of calcium/magnesium intake ratio and mortality: a population-based cohort study. British Medical Journal Open. 2013; 3(2): e002111. Published online 2013 Feb 20.

[2] DeLuccia, Rosemary, Cheung, May, Ng, Tammy. Calcium to Magnesium Ratio Higher Than Optimal Across Age Groups (P10-100-19). Current Developments in Nutrition, Volume 3, Issue Supplement_1, June 2019, nzz034.P10-100-19, Published: 13 June 2019.

[3] British Dietetic Association (2017) ‘Plant-based diet: Food Fact Sheet’.https://www.bda.uk.com/resource/plant-based-diet.html. Accessed: May 2020.

[4] Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Österreichische Gesellschaft für Ernährung, Schweizerische Gesellschaft für Ernährung. (2018). Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr – Vitamin B12. (2. Aufl., 4. Aktual. Ausg.), Bonn: Neuer Umschau Buchverlag.

[5] Gropper, S. S., Smith, J. L. & Carr, T. P. (2017). Advanced Nutrition and Human Metabolism (7. Aufl). Boston:
Cengage Learning, 354.

[6] Hahn, A., Ströhle, A. & Wolters, M. (2016). Ernährung – Physiologische Grundlagen, Prävention, Therapie (3.
Aufl.). Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 218.

[7] Sokoloff, M.F., Sanneman, E. H. & Beard, M. F. (1952). Urinary Excretion of Vitamin B12. Blood J, 7, 243–250.

[8] Veraldi, S., Benardon, S, Diani, M. & Barbareschi, M. (2018). Acneiform eruptions caused by vitamin B12: A
report of five cases and review of the literature. J Cosmet Dermatol, 17(1), 112–115.

[9] American Society for Nutrition. (2012). Nutrient Information: Vitamin B-12. Adv. Nutr, 3, 54–55.

[10] European Food Safety Authority, Scientific Committee on Food & Scientific Panel on Dietetic Products, Nutrition
and Allergies. (2006). Tolerable Upper Intake Levels for vitamins and minerals. Zugriff am 1. Januar 2020.
Verfügbar unter http://bit.ly/2E8tsQI

[11] Göring, H. & Koshuchowa, S. (2015). Vitamin D -- the sun hormone. Life in environmental mismatch. Biochemistry
(Mosc), 80(1), 8–20.

[12] Wacker, M. & Holick, M. F. (2013). Sunlight and Vitamin D – A global perspective for health. Dermatoendocrinol,
5(1), 51–108

[13] Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Österreichische Gesellschaft für Ernährung, Schweizerische Gesellschaft
für Ernährung. (2019). Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr – Vitamin D. (2. Aufl., 5. Aktual. Ausg.), Bonn: Neuer
Umschau Verlag.

[14] European Food Safety Authority. (2012). Scientific Opinion on the Tolerable Upper Intake Level of vitamin D.
EFSA Journal, 10(7), 2813.

[15] Souci, S. W., Fachmann, W. & Kraut, H. (2016). Die Zusammensetzung der Lebensmittel Nährwerttabellen (8. Aufl.). Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart.