World Plant Milk Day 2020

Heute, am 22. August 2020 ist World Plant Milk Day. Ironischerweise fällt der Earth Overshoot Day (Welterschöpfungstag) dieses Jahr auf das selbe Datum. Ein Grund mehr bestehende Gewohnheiten und auch die Ernährung zu überdenken.

 

Die traditionelle Milchindustrie ist, nicht nur aus Klima-Aspekten, kritisch zu sehen. Hierzu gibt es einleuchtende Fakten und Studien, die wir hier einmal nennen möchten:

Nachhaltigkeit

  •  2016 lag der Pro-Kopf-Verbrauch von tierischer Milch und Milchprodukten bei durchschnittlich rund 319g pro Tag (1). Das entspricht in Deutschland über 26 Millionen Liter pro Tag, wofür wiederum über eine halbe Millionen Milchkühe benötigt werden. Diese Rechnung findet unter der Annahme statt, dass eine Milchkuh 50 Liter am Tag abgibt. 50 Liter am Tag. Dass das nicht angenehm sein kann, können wir uns wohl alle vorstellen. Und es ist leider keine Ausnahme sondern das Resultat einer absurden Züchtung zu wahren Milchmaschinen. Nebenbei verursacht eine Milchkuh damit gut 65kg CO2 pro Tag (ganz zu schweigen von dem noch klimaschädlicheren Methan-Gas). Das es auch anders geht zeigen pflanzliche Milchalternativen.
  • 18 Liter Milch - soviel wird benötigt, um einen Kilo Butter herzustellen. Laut des NRDC (Natural Defence Resource Council) ist Butter auf Platz drei (hinter Rind- und Lammfleisch) der klimaschädlichsten Nahrungsmittel. Damit liegt sie sogar noch vor Schweinefleisch (2).

Gesundheit

  • Auch gesundheitlich ist Kuhmilch nicht unbedenklich. Eine Meta-Studie von 2014 zeigte beispielsweise ein erhöhtes Prostatakrebsrisiko bei Männern, die vermehrt Tiermilch tranken (3). Auch mit Brustkrebs wird Kuhmilch-Konsum in Verbindung gebracht (4). Sehr interessante Fakten zu diesem Themenbereich finden sich bei Switch4Good.
  • Des weiteren hat sich gezeigt, dass Kuhmilch eine Vielzahl an verschiedenen Hormonen beinhaltet - u.A. Östogenmetaboliten, die einen Einfluss auf das Krebsrisiko haben können (5).

Ernährung

  • In Deutschland gilt derzeit eine Mehrwertsteuer von 5% auf Kuhmilch. Auf Milchalternativen wird eine Steuer von 16% angewendet. Wir wünschen uns, dass sich das in Zukunft ändert.
  • Es geht auch anders. Das beweist eine Statistik aus den USA, denn dort haben Milchalternativen bereits 15% Marktanteil mit stark steigender Tendenz und der Anteil an Kuhmilch geht zurück (6). 

Probier's aus!

Vielleicht verzichtest du ja bereits auf Kuhmilch oder möchtest deinen Konsum reduzieren. Viele berichten bei einem Wechsel zu einer pflanzlichen Ernährung von generellem Wohlbefinden, mehr Energie und einer guten Verdauung. Wir möchten dich heute dazu aufrufen, es einfach einmal ohne Kuhmilch zu probieren und Milchalternativen eine Chance zu geben.

Du kannst in Rezepten Kuhmilch 1:1 durch eine Milchalternative ersetzen und die Auswahl ist riesig. Natürlich kannst du auch unsere Milchalternative aus Erbsenprotein testen. Das Probierpaket gibt dir ein tolles Rundum-Paket und ist definitiv ein Upgrade für jegliche Milch-Anwendungen.

vly Erbsenmilch

Spread the message

Wenn wir alle einen kleinen Schritt in die richtige Richtung gehen, kann sich schon viel verändern. Daran glauben wir und unserer Vision ist es, den Lebensmittelmarkt zu verändern. Aber dafür brauchen wir Deine Hilfe. Sprich mit deinen Freunden/ deiner Familie darüber und zeige auf, was es für Alternativen gibt. Du kannst natürlich auch gerne eines unserer NO MILK TODAY Shirts aus Bio-Baumwolle (GOTS- & Oeko-Tex-zertifiziert) erwerben.

Weitere Infos zum Thema findest du bei Switch4Good und auf der Website des Worldplantmilkday

 

Quellen:

(1) BMEL (2017): Statistisches Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten der Bundesrepublik Deutschland 2017. Verfügbar unter: https://www.bmel-statistik.de/fileadmin/user_upload/010_Jahrbuch/Agrarstatistisches-Jahrbuch-2017.pdf [25.02.2019]

(2) https://www.nrdc.org/sites/default/files/10-common-climate-damaging-foods-infographic.pdf [12.08.2020]

(3) Aune, D., Rosenblatt, D., Chan, D. et al. (2015): Dairy Products, Calcium, and Prostate Cancer Risk: A Systematic Review and Meta-Analysis of Cohort Studies. The American Journal of Clinical Nutrition 101, Nr. 1: 87–117. Verfügbar unter: https://doi.org/10.3945/ajcn.113.067157 [12.02.2019]

(4) Ganmaa D, Sato A. The possible role of female sex hormones in milk from pregnant cows in the development of breast, ovarian and corpus uteri cancers. Med Hypotheses. 2005;65(6):1028-1037. doi:10.1016/j.mehy.2005.06.026 [12.08.2020]

(5) Farlow DW, Xu X, Veenstra TD. Quantitative measurement of endogenous estrogen metabolites, risk-factors for development of breast cancer, in commercial milk products by LC-MS/MS. J Chromatogr B Analyt Technol Biomed Life Sci. 2009;877(13):1327-1334. doi:10.1016/j.jchromb.2009.01.032 [12.08.2020]

(6) Nielsen (2018): Sales and growth figures. available at https://www.forbes.com/sites/mergermarket/2019/01/31/
investors-thirst-for-plant-based-milks/#124e0d374184 [25.06.2019]